
Im Labor für Molekulare Onkologie und Innovative Therapien (LOMTI) nutzen junge Wissenschaftler molekular- und zellbiologische Techniken, um innovative Forschungsprojekte durchzuführen. Sie streben danach, die biologischen Grundlagen verschiedener Krankheiten zu verstehen, um so neue Therapieansätze entwickeln zu können.
Eines der untersuchten Phänomene ist Sauerstoffmangel (Hypoxie) und dessen Auswirkungen auf Zivilisationskrankheiten, insbesondere Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes. Der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft, unter dem die meisten Labore Experimente durchführen (Normoxie), beträgt etwa 19 %, während er in einem Tumor unter 1 % sinkt. Daher ist es entscheidend, diese Sauerstoffbedingungen in experimentellen Modellen abzubilden.
Die Forschung zur Rolle der Hypoxie bei Krankheitsprozessen wurde 2019 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, was den Wert der Forschung nochmals unterstreicht.
Die Untersuchungen wurden am LOMTI durchgeführt. Durch den Einsatz spezieller Kammern zur Kultivierung von Zellen unter kontrollierten Sauerstoffbedingungen, einschließlich Normoxie und Hypoxie, können biologische Phänomene unter möglichst physiologischen Bedingungen untersucht werden. Dank dieses Ansatzes besitzen die am LOMTI erzielten Ergebnisse eine deutlich höhere klinische Relevanz als bisherige Standardanalysen.
Zellen, die unter verschiedenen Sauerstoffbedingungen kultiviert wurden, welche die Gewebemikroumgebung widerspiegeln, werden auf funktioneller und molekularer Ebene analysiert. Zelluläre Veränderungen werden auf der Ebene der Genexpression, der Proteinexpression, sezernierter Faktoren und des Stoffwechsels bestimmt.
Molekularbiologische Methoden wie Fluoreszenzmikroskopie, PCR, Proteinanalyse (Western Blot, ELISA) und Durchflusszytometrie werden eingesetzt, um biologische Phänomene wie Apoptose, Autophagie, Zellalterung, oxidativen Stress, Immunantwort, Angiogenese und Arzneimittelempfindlichkeit zu untersuchen.
Das Verständnis der molekularen Grundlagen verschiedener Krankheiten kann deren klinischen Verlauf erklären und zur Entwicklung neuer, innovativer Therapien beitragen.
Die am LOMTI verfügbaren Methoden und Geräte werden zur Durchführung von Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit verschiedenen klinischen Zentren des Militärmedizinischen Instituts eingesetzt.
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